03.04.2017 / Ausland / Seite 6

Alle gegen den Präsidenten

Paraguay: Liberale und Linke protestieren gegen Verfassungsänderung zur Wiederwahl des Präsidenten. Soziale Bewegungen prangern Ungleichheit an

Volker Hermsdorf

Anhaltende Proteste gegen eine Verfassungsänderung, die dem rechtskonservativen Präsidenten Horacio Cartes 2018 die Wiederwahl ermöglichen soll, haben in Paraguay eine Regierungskrise ausgelöst. Am Freitag (Ortszeit) stürmten Demonstranten das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Asunción und steckten es in Brand. Die Auseinandersetzungen eskalierten, als ein Politiker der liberalen Oppositions­partei PLRA (Partido Liberal Radical Auténtico) bei einer Durchsuchung der Parteizentrale von einem Polizisten erschossen wurde. Um die empörten Bürger zu beruhigen, entließ Cartes am Wochenende seinen Innenminister und den Polizeichef. Der Todesschütze wurde verhaftet. Trotzdem dauern die Proteste an. Vertreter von Gewerkschaften, ­sozialen Bewegungen und Parteien, darunter die Kommunistische Partei (Partido Comunista Paraguayo, PCP), fordern Cartes’ Rücktritt. Der Präsident bezeichnete die Demonstranten daraufhin als »Barbaren«. Während die linke Opposition die Rü...

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