31.03.2017 / Titel / Seite 1

Deutsche Schützenhilfe

»Tornados« erfassen Ziele für mörderische US-Bombardements in Nordsyrien. Dutzende zivile Opfer. Völkerrechtler spricht von Kriegsverbrechen

Michael Merz

Al-Mansura ist ein kleines Dörfchen im Norden Syriens. Das Ufer des Euphrat ist nicht weit, mit dem Auto dauert es keine Stunde bis nach Rakka, der Hochburg der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS). Etwa 50 Familien aus anderen Landesteilen hatten in der Al-Dakhilija-Schule des Dorfes Zuflucht gesucht, als am 19. März »Tornados« der Bundeswehr über ihre Köpfe hinwegdonnern. Die deutschen Jets sind die Vorboten eines »Massakers«, wie die Nachrichtenagentur SANA den am folgenden Tag stattfindenden Angriff von US-Kampfbombern nannte. Mindestens 33 Opfer seien zu beklagen, darunter 30 Frauen und Kinder. Auch die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« (SOHR) mit Sitz in Coventry meldete den Tod der Zivilisten. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen am 24. März erneut deutsche »Tornados« aufgestiegen sein – für ein »Battle Damage Assessment« zur Dokumentation der Zerstörungen. Die Menschen, die in Al-Mansura ausharrten, waren danach weiter...

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