29.03.2017 / Titel / Seite 1

Strahlender Profit

Doppelzüngig: Umweltministerin fordert, rissige Reaktoren in Belgien vom Netz zu nehmen, aber ihr unterstellte Behörde erteilt Exportgenehmigungen für Brennelemente in die AKW

Reimar Paul

Es ist schon ein starkes Stück: Vor einem Jahr prangerten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und andere Politiker aus der großen Koalition das belgische Atomkraftwerk Tihange 2 als Sicherheitsrisiko an. Gleichzeitig beliefert die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums den Pannenreaktor bei Lüttich mit frischem Brennstoff.

Hendricks leiste damit »aktive Beihilfe« zum weiteren Betrieb von Tihange 2, erklärten am Dienstag mehrere Bürgerinitiativen. Sie beriefen sich auf die aktuelle Transportliste des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei Die Linke sowie Recherchen des Westdeutschen Rundfunks.

Hendricks selbst habe im vergangenen Jahr die belgische Regierung um die Abschaltung des Reaktors Tihange 2 gebeten, sagt Jörg Schellenberg vom »Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie«. Jetzt lasse sie genau diesen Reak...

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