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25.03.2017 / Inland / Seite 4

Ungelernt auf Kinder losgelassen

Von wegen Bildungsprofis: Pädagoge darf so ziemlich jeder werden, der etwas studiert hat

Ralf Wurzbacher

Brötchen vom Klempner, Maniküre beim Steinmetz – alles denkbar, aber besser man vertraut dem Profi. An den Schulen in Deutschland ist man nicht so dogmatisch. Kinder unterrichten darf so ziemlich jeder, der irgend etwas studiert hat: Archäologen, Chemiker, Architekten. Mit dem nötigen Wechselwillen und ein bisschen didaktischem Rüstzeug stehen einem alle Türen offen. Wie verbreitet das Phänomen Quer- und Seiteneinstieg inzwischen ist, hat die Bundesvereinigung der Oberstudiendirektoren an Gymnasien (BDK) in einer Umfrage ermittelt. Von 29.000 neu eingestellten Lehrkräften im Sommer 2016 verfügten nahezu zehn Prozent über keine pädagogische Ausbildung.

In einer Pressemitteilung vom Dienstag schrieb die BDK von »dramatischen« Zuständen. Insbesondere an den Grundschulen herrscht demnach akuter Personalmangel. So seien in Berlin 40 Prozent, in Brandenburg 36 Prozent und Sachsen sogar 52 Prozent der neuen Kräfte keine examinierten Lehrer. Das wecke »große Befür...

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