25.03.2017 / Inland / Seite 4

Anwalt des »Todespiloten«

Zwei Jahre nach Absturz eines Germanwings-Airbus in Frankreich: Luftfahrtexperte ­kritisiert einseitige Ermittlungen und weist auf weitere mögliche Ursachen hin

Jana Frielinghaus

Tim van Beveren ist nicht irgendwer, sondern in der Bundesrepublik der bekannteste Fachmann für Flugunfälle. Am Freitag, genau zwei Jahre nach dem Absturz einer Maschine der Lufthansa-Billigtochter Germanwings in den südfranzösischen Alpen mit 150 Todesopfern, präsentierte er in Berlin vor Heerscharen von Journalisten und Kameraleuten ein Gutachten zu möglichen Ursachen. Dessen Auftraggeber war Günter Lubitz, der Vater des Mannes, der bereits zwei Tage nach der Katastrophe von der französischen Staatsanwaltschaft als Alleinverantwortlicher präsentiert wurde und dies auch laut Abschlussbericht der französischen Ermittlungsbehörde für die Luftfahrt, BEA, zweifelsfrei sein soll. Dabei sprechen, das zeigten die detaillierten Ausführungen van Beverens, etliche Indizien dagegen, dass Andreas Lubitz, Kopilot in dem Airbus, diesen tatsächlich absichtlich gegen einen Berg steuerte.

Der Fachmann ist deshalb überzeugt: Hätte der damals 27jährige überlebt und würde vo...

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