23.03.2017 / Inland / Seite 4

Die Hauptforderung bleibt Aufklärung

Berliner Mordfall Burak Bektas: Film »Erinnerst du dich« zeigt, welche Fragen offen sind

Nelli Tügel

»Wir können nicht sagen, ob es ein Rassist war, aber wir fühlen uns unsicherer«, sagt Ebru Selin Özcan. Die junge Frau hat an dem Film »Erinnerst du dich?« mitgewirkt, der am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, in Berlin-Kreuzberg gezeigt wurde. Gemeinsam mit weiteren Berliner Jugendlichen hat sie zum Fall Burak Bektas recherchiert, Menschen interviewt, Texte und einen Soundtrack geschrieben. Die große Frage des Projekts lautet: Warum musste Burak Bektas sterben?

Am 5. April 2012 – nur wenige Monate nach der Selbstenttarnung des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) – hatte ein unbekannter Mann vor dem Krankenhaus Neukölln ohne jede Vorwarnung auf mehrere Jugendliche geschossen. Zwei Schwerverletzte konnten gerettet werden, der damals 22jährige Bektas starb. Bis heute wurde kein Tatverdächtiger ermittelt. Und so stehen am Ende von »Erinnerst du dich?« viele Fragezeichen, Trauer, Ängste und ein wachsendes Misstrauen in die staatlichen I...

Artikel-Länge: 3783 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe