21.03.2017 / Ausland / Seite 6

Friedensgespräche im Sperrfeuer

Islamisten greifen in Damaskus an, um Verhandlungen zu torpedieren

Karin Leukefeld

Wenige Tage vor Beginn einer neuen Runde der innersyrischen Gespräche in Genf haben am Sonntag morgen Kämpfer verschiedener islamistischer Gruppen aus dem Osten von Damaskus eine Offensive auf die syrische Hauptstadt gestartet. Zuvor hatte die Armee den Nachschubweg der Islamisten abgeschnitten.

Ein Bewohner der Altstadt berichtete gegenüber junge Welt von »lautem Gefechtslärm« und »Bombardierungen« noch am Sonntag abend. Auch unweit des Nationalmuseums seien Schusswechsel zu hören gewesen, berichtete ein Bewohner aus Halbuni. Kämpfer hätten Stellungen der Armee angegriffen und seien von Dschobar in Richtung des Abbasiden-Stadions vorgerückt. Viele Soldaten seien getötet worden, das Militär habe mit einer Gegenoffensive reagiert, die Angreifer zurückgeschlagen und eingekesselt.

Von offizieller Seite hieß es, die Kämpfer hätten im Osten der Stadt militärische Stellungen und Wohngebäude angegriffen. Sie seien durch ein Tunnelnetz gekommen, über getötete Solda...

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