21.03.2017 / Ausland / Seite 2

»Eine Massenbewegung hätte gute Chancen«

Hunderttausende demonstrierten in London gegen Privatisierungen im National Health Service. Protest soll ausgeweitet werden. Gespräch mit Hugh Caffrey

Christian Bunke

In England mehren sich die Proteste gegen Verschlechterungen im Gesundheitswesen. Bereits am 4. März beteiligten sich 250.000 Menschen an einer Großdemonstration in London, um das Gesundheitssystem zu verteidigen. Was trieb und treibt die Menschen auf die Straße?

Es herrscht große Wut vor über die Krise im staatlichen Gesundheitswesen, dem National Health Service, auch NHS genannt. Eine Mehrheit der Bevölkerung sieht diese als ein Ergebnis von Einsparungen und Privatisierungsmaßnahmen, mit denen ein Wechsel zu einem profitorientierten Gesundheitswesen wie in den USA herbeigeführt werden soll. Zur Demonstration am 4. März rief das Bündnis »Health Campaigns Together« auf. Die Initiative »Keep Our NHS Public« ist Teil des Bündnisses, ebenso wie andere Bürgerinitiativen und viele Gewerkschaften. Die ursprüngliche Idee für die Demonstration kam von einer lokalen Gruppe, die sich gegen die Schließung eines Krankenhauses in Huddersfield einsetzt.

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