20.03.2017 / Ansichten / Seite 8

Martialisches Gehabe

US-Außenminister zu Nordkorea

Rainer Werning

Am Wochenende beendete der neue US-Außenminister Rex Tillerson seinen ersten diplomatischen Swing durch Nordostasien mit Tokio, Seoul und Beijing als Stationen. Was als »Erkundungstour« gedacht war, ging jedoch weit darüber hinaus. Am vergangenen Freitag hatte Tillerson in Südkorea erklärt, Washington halte sich, was sein Verhältnis zu Nordkorea und dessen politischer Führung betrifft, alle Optionen offen. Zu diesen könnte sehr wohl auch, so der US-Außenminister, ein Militärschlag gegen Pjöngjang zählen, sollte sein Nuklearprogramm einen Stand erreichen, »der aus unserer Sicht ein Handeln erfordert«. Ein Statement, das angesichts der aktuellen Lage in der Region mehr Öl ins Feuer gießt.

Noch ist nicht absehbar, welche Position Washington künftig gegenüber Nordkorea bezieht. Bis Ende des Monats soll ein entsprechender Plan vorliegen. In seinem Wahlkampf hatte sich Donald Trump widersprüchlich ge...

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