20.03.2017 / Ausland / Seite 7

Kampf um »Obamacare«

Verlieren 24 Millionen ihre Gesundheitsversorgung? US-Präsident Trump trifft auf Widerstand

Stephan Kimmerle, Seattle

Es klingt zynisch, wenn Jason Chaffetz, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus sagt, »Amerikaner haben die Wahl. Statt sich ein neues I-Phone zu kaufen, das sie so lieben und für das sie Hunderte US-Dollar ausgeben, sollten sie in ihre Gesundheit investieren«. Individualisierte Versorgung oder keine – das sind die Pläne der Republikaner zur Reform der Krankenversicherung.

Staatliche Hilfen für die Gesundheit der Ärmsten sollen gekürzt werden, ältere Versicherte dramatisch mehr bezahlen. Die als unabhängig angesehene Budgetstelle des US-amerikanischen Kongresses geht davon aus, dass bis 2026 rund 24 Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verlieren, sollten diese Pläne umgesetzt werden. Die Zahl der Nichtversicherten in den USA würde auf 52 Millionen steigen. »Obama­care«, die Gesundheitsreform von Donald Trumps Vorgänger Barack Obama, hatte deren Zahl um 17 Millionen gesenkt.

Gestützt auf eine Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses will ...

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