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17.03.2017 / Ausland / Seite 7

Katastrophale Zustände

Dutzende Jugendliche verbrannten nach Protest in einem staatlichen Heim in Guatemala. Rücktritt des Präsidenten gefordert

Volker Hermsdorf

Der Tod von mehr als 40 Minderjährigen nach einem Feuer in einem Heim für Kinder und Jugendliche in Guatemala führt zu einer politischen Krise. Während Präsident Jimmy Morales zunächst allein den meist bitterarmen Angehörigen der Opfer die Verantwortung für das Schicksal der Kinder zugeschoben hatte, wurden Mitte der Woche der frühere Chef der Sozialhilfebehörde, dessen Stellvertreter und der frühere Heimleiter festgenommen. Aufgebrachte Bürger sehen darin jedoch ein Bauernopfer und Ablenkungsmanöver. Demonstranten fordern den Rücktritt des Präsidenten.

Der Brand war am 8. März im Heim »Hogar Seguro Virgen de la Asunción de Guatemala« in einem Vorort von Guatemala-Stadt ausgebrochen, nachdem dort eingesperrte Mädchen Matratzen angezündet haben sollen, um gegen schlechtes Essen, Misshandlungen und sexuelle Übergriffe zu protestieren. Die staatliche Einrichtung war ursprünglich als Schutz für verwahrloste, missbrauchte oder obdachlose Minderjährige gedacht, ...

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