16.03.2017 / Inland / Seite 8

»Es wird immer mehr Schickimicki«

Regensburg: Initiative startet »Leerstandsmelder«. Stadt stellt Schutz von Eigentum vor Mieterinteressen. Ein Gespräch mit Kurt Raster

Claudia Wrobel

Wie ist die Wohnraumsituation in Regensburg?

Die Stadt hat einen sehr angespannten Wohnungsmarkt. Sie ist eine der Kommunen in Bayern, in denen die Mieten in den vergangenen Jahren am schnellsten gestiegen sind. Wir reden hier noch nicht über dieselben Preise wie in München, aber laut letzten Meldungen der Mittelbayerischen Zeitung, dem örtlichen Monopolblatt, werden durchaus auch schon Quadratmeterpreise von 23 Euro verlangt. Das ist unglaublich. Es wird immer mehr Schickimicki. Früher war die Innenstadt praktisch der Bereich mit den günstigsten Mieten und jetzt dreht sich das alles.

Wir reden hier also von einer aktiven Verdrängung von Geringverdienern?

Das merkt man ganz stark. Regensburg hat auch eine sehr aktive Kneipenszene, die kaputtgemacht wird. Und die gewachsenen Verbindungen, die jemand hat, der 20 Jahre in einer Gegend wohnt, sind natürlich zerstört, wenn er weg muss. Es gibt schon Vermieter, von denen man noch günstigen Wohnraum bekommen kann, ...

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