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15.03.2017 / Antifa / Seite 15

Polizei mag Opferrolle

Vor Neonaziaufmarsch am Samstag in Leipzig: Behörde interviewt sich selbst, um Gewalt von links herbeizureden

Markus Bernhardt

Mit einem ungewöhnlichen »Vorabstatement« vom Montag hat die Polizeidirektion Leipzig in die öffentliche Debatte um einen für Samstag geplanten Aufmarsch von Neonazis und Proteste dagegen eingegriffen. Die Splitterpartei »Die Rechte« will erneut durch den linksalternativ geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz marschieren. Unter dem demagogischen Motto »Heimat erhalten – Familien fördern – Zukunft gestalten!« gerieren sich ausgerechnet die Neofaschisten als soziale Wohltäter. Verbal prangern sie »Raubtierkapitalismus, Perspektivlosigkeit und steigende Betreuungskosten in Schulen und Kindergärten« an. »Schon einmal haben wir in Leipzig bewiesen, dass sich Kampfgeist und Durchhaltevermögen bezahlt machen«, schreiben die Neofaschisten zudem auf ihrer Internetseite und spielen damit ganz offensichtlich auf gewalttätige Ausschreitungen an, die sie am 12. Dezember 2015 in Connewitz provoziert hatten. Damals war es zu Auseinandersetzungen zwischen Linken und der...

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