15.03.2017 / Ausland / Seite 2

»Hier geht das nicht so mit einem Ruck«

In den Niederlanden finden heute Wahlen statt. Die kommunistische Partei gibt erstmals keine Empfehlung ab. Gespräch mit Wil van der Klift

Arnold Schölzel

Am Montag abend haben der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte von der liberalen Partei VVD und Geert Wilders von der PVV, der den Islam verbieten und Muslime abschieben will, im Fernsehen diskutiert. Was ist dabei herausgekommen?

Viel zu sagen hatten sie sich nicht, es blieb ruhig. Das entspricht der politischen Situation. 70 Prozent der Wahlberechtigten sind laut Umfragen unentschlossen, wem sie ihre Stimme geben. Trotz des Rummels der Medien wird die Wilders-Partei nicht die stärkste werden und nicht regieren. Wilders wollte nach unserer Auffassung tatsächlich die absolute Mehrheit im Parlament, das sind 76 Sitze, aber die wird er bei weitem nicht erreichen, alle anderen Parteien allerdings auch nicht. Liberale und Christdemokraten liegen gleichauf, die Sozialdemokraten werden voraussichtlich eine vernichtende Niederlage erleben. Die bekamen immerhin früher fast 50 Prozent.

Hat Wilders sein Programm der Regierung Rutte aufgezwungen?

Beide waren ei...

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