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14.03.2017 / Ausland / Seite 6

Ärztestreik in Kenia

Auch nach drei Monaten kein Ende des Ausstands in Sicht. Präsident droht mit Entlassungen

Christian Selz, Kapstadt

Bereits seit über drei Monaten befinden sich die Ärzte an Kenias staatlichen Krankenhäusern im Streik. Sie fordern höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Doch eine Einigung mit der Regierung ist noch immer nicht in Sicht. Im Gegenteil: In der vergangenen Woche bezichtigte Präsident Uhuru Kenyatta die Mediziner der »Erpressung«. Nun sollen Streikende entlassen werden.

Dem Beginn des Ausstands am 4. Dezember war der Bruch eines Abkommens vorausgegangen. Eigentlich gibt es längst eine Tarifeinigung, die Kenias Regierung 2013 mit der Mediziner- und Apothekergewerkschaft Kenya Medical Practitioners Pharmacists and Dentists Union (KMPDU) ausgehandelt hatte. Darin waren deutliche Lohnsteigerungen – beispielsweise bei den Einstiegsgehältern von umgerechnet 1.140 Euro auf 2.900 Euro –, die Schaffung zusätzlicher Stellen und eine bessere Ausstattung der Krankenhäuser vorgesehen. Doch umgesetzt wurde das Abkommen nie, die Regierung stellte sich auf den Stand...

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