11.03.2017 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Afrika, postwestlich

Auf dem 25. panafrikanischen Filmfestival in Ouagadougou wurden einige Filme gezeigt, die vermutlich nicht so schnell in europäische oder nordamerikanische Kinos kommen

Arnold Schölzel

Von Paris nach Ouagadougou, genannt Ouaga, der Hauptstadt von Burkina Faso, sind es etwa 4.100 Kilometer. Der A 340 von Air France benötigt dafür fast sechs Stunden, fast zwei Drittel davon fliegt er über afrikanische Länder – Algerien, Mali, Burkina Faso. Die Staatsgrenzen, die er überquert, sind ein Produkt der Willkür französischer Kolonialisten, man kann auch sagen, sie sind so bekloppt gezogen, wie Europäer sich seit Beginn ihrer Eroberungsfeldzüge insgesamt in Afrika verhalten haben. Jetzt hocken da unten bald 1.000 deutsche Soldaten in einem Hochsicherheitscamp, das sie praktisch nie verlassen. Bedanken können sie sich außer bei ihrer Kanzlerin und deren Kriegsministerin bei den Gewohnheitskolonialisten in Paris, die Libyen zertrümmern ließen. Bei Bedarf vernichten die Weißen seit Jahrhunderten stets wieder mal einen »Negerstaat« und ändern auch gern die Grenzen. Die Kulturen, die Stämme, die Königreiche, Städte und Dörfer der Einheimischen spielte...

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