11.03.2017 / Ausland / Seite 6

Flynns Ankara-Connection

Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater war als Lobbyist für Erdogan tätig

Knut Mellenthin

Michael Flynn, der im Februar seinen Posten als Nationaler Sicherheitsberater von Donald Trump räumen musste, beschäftigt schon wieder die Medien. Diesmal geht es nicht um seine Telefongespräche und Treffen mit dem russischen Botschafter in Washington, sondern um die Lobbytätigkeit für eine niederländische Firma, die einen türkischen Besitzer hat. Dem Unternehmen werden enge Kontakte zur Regierung von Recep Tayyip Erdogan nachgesagt. Der US-Präsident habe davon nichts gewusst, wurde Trumps Pressesprecher Sean Spicer gestern von US-Medien zitiert.

Das ist jedoch äußerst unwahrscheinlich. Denn das Thema war schon im November vorigen Jahres in der Presse und im Internet diskutiert worden. Flynn, der unter Barack Obama vom 24. Juli 2012 bis zum 7. August 2014 Chef des Militärgeheimdienstes DIA gewesen war, hatte sich durch einen Artikel ins Gerede gebracht, der ausgerechnet am Tag der Präsidentenwahl, dem 8. November 2016, in der Zeitschrift The Hill erschiene...

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