10.03.2017 / Inland / Seite 4

Gefälligkeit für Ankara

Bundesinnenministerium verbietet Fahne der kurdischen Volksverteidigungseinheiten. Jesiden protestieren gegen Angriffe mit deutschen Waffen im Irak

Nick Brauns

Als die nur leicht bewaffneten Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG vor zwei Jahren in der syrisch-kurdischen Stadt Kobani den Vormarsch der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) stoppten, wurden sie weltweit als Helden gefeiert. Mittlerweile sind die Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ ein wichtiger Partner der US-geführten Anti-IS-Allianz in Syrien geworden. Auch mit Russland kooperieren die syrischen Kurden eng.

Doch in Deutschland sind ihre dreieckigen gelben und grünen Wimpel mit dem roten Stern jetzt verboten. Per Erlass des Bundesinnenministeriums vom 2. März wurde die Zahl der Gruppierungen, deren Fahnen und Symbole auf Grundlage des seit 1993 bestehenden Betätigungsverbots für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nicht mehr öffentlich gezeigt werden dürfen, erheblich vergrößert. Dies wurde Anmeldern von kurdischen Demonstrationen in München und Hannover am Mittwoch mitgeteilt. Die Fahne der im nordsyrischen Selbstverwal...

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