08.03.2017 / Ausland / Seite 6

Pünktliche Provokation

Vor der Stichwahl in Ecuador sorgt ein General für Unruhe. Regierung greift durch

André Scheer

Knapp einen Monat vor der Stichwahl um das Präsidentenamt ist es in Ecuador zu Spannungen zwischen Teilen des Oberkommandos der Streitkräfte und der Exekutive gekommen. Staatschef Rafael Correa enthob am Montag (Ortszeit) den bisherigen Befehlshaber des Heeres, General Luis Castro, seines Amtes und ernannte Edison Narváez zu dessen Nachfolger.

Hintergrund für diese Entscheidung des Staatschefs sind Äußerungen Castros nach der ersten Wahlrunde am 19. Februar. Diese hatte der Kandidat der regierenden Alianza PAIS, Lenín Moreno, mit großem Abstand vor Guillermo Lasso von der neoliberalen Rechtspartei Creo gewonnen. Einen Sieg in der ersten Runde verpasste Moreno jedoch knapp, es fehlten ihm 63.000 Stimmen. Da sich die Auszählung der Stimmen tagelang hinzog und der Nationale Wahlrat (CNE) wegen des knappen Ausgangs nicht voreilig ein offizielles Ergebnis verkünden wollte, witterten Vertreter der rechten Opposition einen Wahlbetrug. Tagelang blockierten sie die...

Artikel-Länge: 3719 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe