06.03.2017 / Inland / Seite 4

Für Wurst, Schnitzel und Kampfgruppen

Rechter Aufmarsch »Merkel muss weg« in Berlin: Beteiligung rückläufig

Ben Mendelson

Letztlich standen auf beiden Seiten halb so viele Demonstranten wie angekündigt: Am Samstag folgten gut 1.000 Linke und Antifaschisten dem Aufruf des Berliner Bündnisses gegen rechts zum Protest gegen den rechten »Merkel muss weg«-Marsch von etwa 400 Teilnehmern. Diesen hatte zum fünften Mal die Bewegung »Wir für Deutschland«, bestehend aus rechten Splittergruppen, initiiert – die Beteiligung ist rückläufig. Über die gesamte Strecke der rechten Demo in Berlin-Mitte gab es bis zum Abend Proteste, die friedlich blieben.

»Friedlich« beschreibt allerdings kaum das Auftreten von Kay Hönicke im Vorfeld der Demonstrationen: Der Pegida-Aktivist hatte via Facebook angekündigt, rechte Kampfgruppen zu bilden. Dafür habe er bereits 30 Gruppenführer gefunden, hieß es. Peter Smolinski, Pressesprecher des Bündnisses gegen rechts, sagte daraufhin, er nehme die »schockierenden« Äußerungen ernst, vor allem nach der rechten Anschlagsserie in Berlin-Neukölln in den letzten Mo...

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