06.03.2017 / Inland / Seite 4

Spitzenkandidatin Wagenknecht

NRW-Linke wählte Liste zur Bundestagswahl. In den Düsseldorfer Landtag will die Partei mit sieben Prozent einziehen. Auch in Hessen Plätze vergeben

Jana Frielinghaus

Mit scharfer Rhetorik gegen die SPD hat sich Die Linke in Nordrhein-Westfalen (NRW) wie auch in Hessen für die Bundestagswahl im September in Position gebracht. Am Wochenende wurden auf Parteitagen die Kandidaten für die entsprechenden Landeslisten bestimmt.

In NRW führt Sahra Wagenknecht, die bereits Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion ist, die Liste an. Sie wurde am Samstag in Gütersloh mit 80 Prozent der Delegiertenstimmen – einem im Vergleich zu 2013 (94 Prozent) deutlich schlechteren Ergebnis zur Spitzenkandidatin gekürt. In ihrer Vorstellungsrede griff sie insbesondere SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an: Der wolle mit seinem behaupteten Abrücken von der Agenda-Politik und seinen kosmetischen Vorschlägen zur Abmilderung von Hartz IV »die Wähler verarschen«. Wie vor Wahlen üblich entdeckten die Sozialdemokraten wieder einmal ihr soziales Gewissen. Wenn die SPD »ehrliche Absichten« habe, dann könne man die Mehrheit von Linkspartei, Grünen und SPD...

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