04.03.2017 / Thema / Seite 12

Reaktionäre Aktion

Auf der Jahreskonferenz rechter Organisationen in den USA, der CPAC, erklärte Donald Trump die Medien zu »Volksfeinden«. Die Veranstalter bereiteten schon seit Jahren die politische Wende im Land vor

Jürgen Heiser

Die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump verfolgt mit ihren Attacken auf die Medien des Landes das Ziel, sie nach dem Gusto einer sich neu formierenden ultrakonservativen politischen Elite zuzurichten. Dieser Umgang mit der »Freiheit der Presse« erreichte am Freitag vor einer Woche, während der »Conservative Political Action Conference« (CPAC), dem jährlichen Hochamt der Ultra- und Neokonservativen in den USA, ihren Höhepunkt.

Nicht zufällig brach Trump in seinem eskalierenden Streit mit den Medien ausgerechnet am letzten Abend der CPAC-Konferenz mit der jahrzehntelangen Tradition seiner Vorgänger und sagte seine Teilnahme an der Dinnerparty der im Weißen Haus akkreditierten Presse ab. Gemeinsam mit der politischen Elite Washingtons feiert sich das Pressekorps schon seit 1921 jährlich am Abend des letzten Samstags im April bei Gourmetspeisen und launigen Reden. Wie bei Trump üblich, zwitscherte er seine Entscheidung am vergangenen Samstag gegen 23 Uhr...

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