04.03.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Macron hochgejubelt

François Hollandes ehemaliger neoliberaler Wirtschaftsminister gilt Frankreichs Eliten als »Hoffnungsträger« gegen Marine Le Pen

Lucas Zeise

Im Wahlkampf um die französische Präsidentschaft geht es vor allem darum, wer im ersten Wahlgang zweiter wird. Denn die Kandidatin des rechtsradikalen »Front National«, Marine Le Pen, ist für den ersten Platz so gut wie gesetzt. Der noch amtierende Präsident François Hollande hat aufgegeben. Der Kandidat der traditionellen Konservativen, François Fillon, wird bald aufgeben müssen. Er hatte in jüngeren Jahren seiner Gattin einen gut bezahlten Job als Parlamentsgehilfin beschafft. Nun hängt ihm diese Affäre am Hals. Wahrscheinlich tritt Alain Juppé an seine Stelle, auch der hat schon einige Korruptionsvorwürfe ausgesessen. Vielleicht ist Fillon auch Opfer seiner offen vorgetragenen Entspannungsabsichten geworden. Er hat öffentlich die Wirtschaftssanktionen gegen Russland, den Putsch in Kiew und die Aggression gegen Syrien abgelehnt. Jedenfalls ist beider Wirtschaftsprogramm katastrophal und beschränkt sich darauf, auf Kosten der abhängig Beschäftigten zu s...

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