03.03.2017 / Feminismus / Seite 15

Kuba will Prostitution zurückdrängen

Politikerin und Fachfrau Castro setzt auf Prävention und Aufklärung. Sanktionen gegen Freier erwogen

Volker Hermsdorf

Kuba sucht nach Wegen, um Prostitution, Sextourismus und Menschenhandel einzudämmen. Mariela Castro, Parlamentsabgeordnete und Leiterin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung (Cenesex), kritisierte Ende Januar in der Fernsehsendung »Mesa Redonda«, dass diese Themen für viele Politiker »unbequem« seien und zuwenig Beachtung in der gesellschaftlichen Debatte fänden. Sie warnte vor den Folgen, wenn derartige Entwicklungen ignoriert würden, da nicht nur die Opfer, sondern auch die Gesellschaft insgesamt dadurch Schaden nähmen. Anlass für den Appell war ein Internationales Symposium über die genannten Themen sowie zur Gewalt gegen Frauen, zu dem das Cenesex Ende Januar 80 Fachleute aus Deutschland, Frankreich, Schweden, Ecuador, Costa Rica, Mexiko, Nicaragua, Kanada und den USA nach Havanna eingeladen hatte.

Die Cenesex-Chefin verspricht sich von dem Austausch wichtige Impulse für die politische Diskussion und die Gesetzgebung in Kuba. Es reiche nicht zu s...

Artikel-Länge: 4277 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe