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03.03.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Leb wohl, Ukraine

Volksrepubliken des Donbass stellen großen Teil der Industrie unter Zwangsverwaltung. Begriff Verstaatlichung wird vermieden

Reinhard Lauterbach

Die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk haben am Mittwoch etwa 40 in der Ukraine registrierte Industriebetriebe unter Zwangsverwaltung gestellt. Sie machten damit eine Ankündigung wahr, die sie am Montag der ukrainische Regierung präsentiert hatten: Sollte diese nicht bis Mitternacht am Dienstag die Blockade der Schienenwege ins Donbass durch nationalistische Aktivisten beenden, würden die von diesen verhinderten Kohlenlieferungen an die Ukraine dauerhaft beendet und eine »externe Verwaltung« der Betriebe in die Wege geleitet. Die in den Medien schnell verwendeten Begriffe »Nationalisierung« oder »Verstaatlichung« wurden in den offiziellen Stellungnahmen aus Donezk und Lugansk vermieden. Der Republikchef von Donezk, Alexander Sachartschenko, erklärte, die Zwangsverwaltung könne jederzeit wieder aufgehoben werden, wenn die ukrainischen Eigentümer ihre Fabriken anmeldeten.

Donezk und Lugansk nutzen mit der Zwangsverwaltung eine...

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