Gegründet 1947 Dienstag, 26. März 2019, Nr. 72
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
03.03.2017 / Inland / Seite 4

Gedenken ohne Gewissheit

Fünf Jahre nach dem Mord an Burak Bektas entsteht in Berlin ein Erinnerungsort. Aufklärung und politische Konsequenzen stehen aber noch aus

Sebastian Lipp

Die Familie Bektas kämpft seit dem gewaltsamen Tod von Burak Bektas vor beinahe fünf Jahren für die Aufklärung des Mordes. Melek Bektas möchte, dass in Sichtweite der Stelle an der Rudower Straße in Berlin-Neukölln, wo am 5. April 2012 ihr Sohn von einem Unbekannten erschossen wurde, ein Gedenkort entsteht, der zum lebendigen Erinnern einlädt. Am fünften Jahrestag der Tat wird ihrem Wunsch entsprochen. Warum das notwendig ist und wie ein angemessenes Gedenken aussehen kann, wurde am Mittwoch abend auf einem Podiumsgespräch im Foyer des Kulturstalls Britz in Berlin-Neukölln debattiert.

»Es gibt viel Ungewissheit«, sagte Bahar Ericok, die die »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas« auf dem Podium vertrat. Gewiss sei aber, dass es sich bei dem Opfer um eine Person mit Migrationshintergrund handelte, die offenbar gezielt ausgewählt worden sei. Es gebe keine Hinweise auf ein anderes Motiv als Rassismus. Der Täter sei gezielt auf sein Opfer zu...

Artikel-Länge: 3608 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €