03.03.2017 / Inland / Seite 4

Gedenken ohne Gewissheit

Fünf Jahre nach dem Mord an Burak Bektas entsteht in Berlin ein Erinnerungsort. Aufklärung und politische Konsequenzen stehen aber noch aus

Sebastian Lipp

Die Familie Bektas kämpft seit dem gewaltsamen Tod von Burak Bektas vor beinahe fünf Jahren für die Aufklärung des Mordes. Melek Bektas möchte, dass in Sichtweite der Stelle an der Rudower Straße in Berlin-Neukölln, wo am 5. April 2012 ihr Sohn von einem Unbekannten erschossen wurde, ein Gedenkort entsteht, der zum lebendigen Erinnern einlädt. Am fünften Jahrestag der Tat wird ihrem Wunsch entsprochen. Warum das notwendig ist und wie ein angemessenes Gedenken aussehen kann, wurde am Mittwoch abend auf einem Podiumsgespräch im Foyer des Kulturstalls Britz in Berlin-Neukölln debattiert.

»Es gibt viel Ungewissheit«, sagte Bahar Ericok, die die »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas« auf dem Podium vertrat. Gewiss sei aber, dass es sich bei dem Opfer um eine Person mit Migrationshintergrund handelte, die offenbar gezielt ausgewählt worden sei. Es gebe keine Hinweise auf ein anderes Motiv als Rassismus. Der Täter sei gezielt auf sein Opfer zu...

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