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03.03.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Propaganda für die NATO

Montenegro will festes Mitglied des Militärbündnisses sein. Die Bevölkerung soll zu ­diesem wichtigen Thema nicht befragt werden

Claudia Wrobel

Schon im Mai soll es soweit sein: Dann wird Montenegro voraussichtlich das 29. Mitglied der NATO. Dabei war der Weg für die ehemalige jugoslawische Republik erst im Mai vergangenen Jahres frei geworden, als die anderen Mitgliedsstaaten das Beitrittsprotokoll bei einem Außenministertreffen in Brüssel ratifizierten. Die nationalen Parlamente müssen dem nun noch zustimmen. Von 24 Staaten liegt dieses positive Votum bis jetzt vor. Und Montenegro drückt aufs Gas: Die Regierung unter Premierminister Dusko Markovic will nicht mal die eigene Bevölkerung befragen. Dabei sind 84 Prozent der Montenegriner dafür, ein Referendum über die Frage des NATO-Beitritts abzuhalten – ungeachtet ihrer Präferenz in der Frage. Darüber informierte die Initiative »Refairendum Caravan«, eine oppositionelle Gruppe, die in den vergangenen beiden Wochen in neun europäischen Ländern über die ablehnende Haltung großer Teile der Bevölkerung zum NATO-Beitritt berichtete. Am Montag war sie...

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