02.03.2017 / Medien / Seite 15

Gestörte Ordnung

Kritische Journalisten sehen sich in Mexiko nicht nur staatlichen Eingriffen gegenüber, sondern müssen sogar um ihr Leben fürchten. Rufe nach Pressefreiheit werden lauter

Claudia Wrobel

Carmen Aristegui berichtet kritisch über die Vorgänge in Mexiko. Ihre Berühmtheit schützt sie, in einem Land, in dem die Meinungs- und Pressefreiheit zwar in der Verfassung verankert ist, aber in der Realität kaum eine Rolle spielt. Die Angriffe auf die Medien kommen nicht nur von staatlicher Seite, Einmischungen gibt es auch aus der Wirtschaft und sogar dem organisierten Verbrechen. So werden Journalisten nicht nur Steine in den Weg gelegt, wenn sie kritisch und unverblümt berichten wollen, ihr Job kann sogar lebensgefährlich sein. Über die Möglichkeiten und Grenzen kritischen Journalismus in Mexiko informierte Aristegui am Freitag in Berlin. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Marta Durán befindet sie sich momentan auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf Vortragsreise in Deutschland.

Doch die Prominenz von Aristegui schützte sie nur bis zu einem gewissen Grad: Ihre Radiosendung wurde im vergangenen Jahr eingestellt, nachdem sie einen Korruptionsfall aufge...

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