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02.03.2017 / Feuilleton / Seite 11

Weltrevolution der Künste!

Die Kunstsammlungen Chemnitz haben das Jubiläumsjahr der Oktoberrevolution fulminant eingeläutet

Florian Neuner

Die deutsche Rezeption der Avantgardekunst aus den frühen Jahren der Sowjetunion ist eine verwickelte. Obwohl die 1922 vom Volkskommissariat für Kunst und Wissenschaft in Berlin organisierte »1. Russische Kunstausstellung« ein beachtlicher Erfolg war, folgte doch jahrzehntelang nichts. Die Sowjetunion unter Stalin bekämpfte ihre progressiven Künstler, von denen einige im Exil Teil der West-Avantgarden wurden. Und auch während des Kalten Krieges betrachtete man die Avantgarde aus dem frühen 20. Jahrhundert nicht als Aushängeschild, was für Museen im Westen ab den siebziger Jahren wiederum ein Grund war, sich für sie stark zu machen. In der DDR waren es wenige – unter ihnen der Künstler Carlfriedrich Claus und der Verleger Rudolf Mayer –, die sich der Sache annahmen.

Mittlerweile darf das Feld der russischen Avantgarde als gut vermessen gelten. Und doch bietet die Ausstellung, mit der die Kunstsammlungen Chemnitz schon im Dezember das Jubiläumsjahr der O...

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