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25.07.2002 / Titel

Armenhaus Berlin

Sozialsenatorin stellte Armutsbericht der Hauptstadt vor. Familien besonders betroffen.

Jana Frielinghaus

Die Zahl der Berliner Familien, die Sozialleistungen beziehen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht. Das geht aus dem ersten Armutsbericht der Hauptstadt hervor, den Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Waren es 1991 noch 2,5 Prozent der Bevölkerung, so stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf acht Prozent. Als Hauptgrund für zunehmende Armut wird die hohe Arbeitslosigkeit genannt, die derzeit bei 16,8 Prozent liegt.

Dem Bericht zufolge erhält derzeit jede fünfte Familie mit Kindern unter 18 Jahren Sozialhilfe. Von den Alleinerziehenden sind sogar mehr als 50 Prozent auf staatliche Unterstützung angewiesen. Insgesamt leben mehr als 435000 Berliner bzw. 12,8 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze entsprechend den Definitionen der OECD und der EU. Besonders dramatisch ist, daß fast jedes vierte Kind in Armut lebt.

Die Sozialsenatorin betonte, der vorgelegte Bericht sei nur die Grund...



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