01.03.2017 / Ausland / Seite 7

Ecuador am Scheideweg

Vor der Stichwahl des Präsidenten: Kommunisten unterstützen Regierungskandidaten. Rechte Politiker drohen mit Gewalt

Volker Hermsdorf

In der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen entscheiden 12,8 Millionen Wahlberechtigte in Ecuador am 2. April nicht nur über den künftigen Kurs des Landes, sondern zugleich auch darüber, ob der Vormarsch rechter Kräfte in Lateinamerika aufgehalten wird. Vier Wochen vor der Wahl geben sich beide Lager siegesgewiss. Einer Anfang der Woche veröffentlichten Prognose des Meinungsforschungsinstituts Centro de Investigación Social (CIS) zufolge liegt der Kandidat der linken Regierungspartei Alianza PAIS, Lenín Moreno, mit 59 Prozent der Stimmen derzeit 18 Punkte vor seinem Herausforderer Guillermo Lasso von der neoliberalen Partei Creo. Die mit dem Washingtoner Gallup-Institut kooperierenden Meinungsforscher der Firma Cedatos, die häufig die rechte Opposition favorisieren, veröffentlichten zeitgleich eine Umfrage, die Lasso mit 52 Prozent vor Moreno mit knapp 48 Prozent sieht.

Bis zum Ende der heißen Phase am 30. März steht das südamerikanische Land folglich...

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