28.02.2017 / Ausland / Seite 7

Kein Frieden für die Bauern

Landarbeiter protestieren gegen Zerstörung von Kokafeldern in Kolumbien. Programme für alternative Bewirtschaftung gefordert

Jan Schwab

In Kolumbien hat die Basisgewerkschaft der Koka- und Marihuanabauern Coccam am vergangenen Dienstag ihre Mitglieder in der Provinz Nariño im Süden des Landes zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Seither prägen tägliche Straßenblockaden und Mahnwachen das Bild in der Agrarprovinz. In der Hauptstadt Tumaco con Pasto demonstrierten am vergangenen Donnerstag 1.200 Bauern gegen die Zerstörung ihrer Plantagen durch das Militär und für eine freiwillige Substitutionspolitik, wie sie in den Friedensverträgen von Havanna zwischen der marxistischen FARC-Guerilla und der Regierung in Bogotá vereinbart worden war. Die Behörden setzten die berüchtigten Aufstandsbekämpfungseinheiten Esmad gegen die Streikposten und Blockierer ein. Mit Tränengas, Gummigeschossen und Schlagstöcken gingen die Beamten gegen die demonstrierenden Landarbeiter vor. »Die nationale Regierung muss sofort die gewalttätigen Ausrottungsaktionen einstellen, weil keine Alternativen zur ökonomisch...

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