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27.02.2017 / Politisches Buch / Seite 15

In den Händen der Patriarchen

Mark Schneider zeichnet den Werdegang des VW-Konzerns nach

Simon Zeise

Volkswagen ist Deutschlands größter Konzern. Zu diesem wurde er auch, weil Zwangsarbeiter während der Nazizeit ausgebeutet-, Vorstandsmitglieder wie Peter Hartz – der Erfinder der »Hartz-IV-Gesetze« hatte Firmengeld im Rotlichtmilieu verprasst – geschmiert- und Abgaswerte von Dieselfahrzeugen frisiert wurden.

Mark C. Schneider hat »Eine deutsche Geschichte« des VW-Konzerns vorgelegt. Ohne die Machtergreifung der Nazis hätte es Volkswagen wohl nie gegeben, schreibt er. Hitler habe verhindert, dass Opel und die Auto Union Pkw produzierten, die mit dem »Volkswagen« konkurrieren konnten. Die Arbeiterorganisationen waren verboten. Die Gewerkschaften wurden zerschlagen und in die »Deutsche Arbeitsfront« (DAF) überführt. Um die für den Verkauf nötige Massenkaufkraft zu gewährleisten, startete die DAF am 1. August 1938 eine große Kampagne für das »KdF-Wagen-Ratensparen«. Die zum Bau des Westwalls abgezogenen deutschen Arbeiter wurden durch Italiener ersetzt. Ab 19...

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