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27.02.2017 / Ansichten / Seite 8

Das Blaue vom Himmel

Reaktionen auf Schulz’ Agenda-2010-Kritik

Simon Zeise

Zugegeben, der SPD ist ein Mediencoup gelungen. Die Umfragewerte für den designierten Kanzlerkandidaten Martin Schulz steigen, zuletzt bis auf 30 Prozent. Nicht schlecht, für eine Partei, die in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden drohte. Es scheint jedoch nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Medienblase platzt. Die Lohnabhängigen hierzulande spüren die Verhältnisse am eigenen Leib, sie brauchen keinen Schaumschläger, der ihnen das Blaue vom Himmel vorlügt. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Emnid-Umfrage glauben nur 36 Prozent der Bundesbürger, dass Schulz sich für »hart arbeitende Menschen einsetzen« will.

Der SPD-Wahlkampftross fährt zweigleisig. Entweder fällt Die Linke um und lässt sich durch eine rot-rot-grüne Regierung in den Bürgerblock integrieren oder die SPD darf das soziale Gewissen der nächsten großen Koalition spielen. Verbindliche Zusagen gibt es mit Schulz nicht. Für ihn gilt das gesprochene Wort des Wahlkampfmanagers Franz Münt...

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