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27.02.2017 / Ausland / Seite 8

»Die Mörder sind frei und wir werden bestraft«

Türkei kriminalisiert die Überlebenden des Suruc-Anschlags. Spendenkampagnen werden verboten. Gespräch mit Günes Erzurumluoglu

Kevin Hoffmann

Sie wurden bei dem Anschlag am 20. Juli 2015 in Suruc schwer verwundet. Wie sehen Sie die aktuelle politische Entwicklung?

Das Massaker von Suruc war ein Startschuss für einen Krieg gegen unsere Völker und gegen die Unterdrückten in der Türkei. Seit diesem Datum bis heute haben wir viele Massaker und Angriffe erlebt. Jeden Tag verbreiten die Kollaborateure des IS ihre Hassreden. Nach dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Damit hat die Regierung versucht, die freien Medien zum Verstummen zu bringen. Es wurden viele Journalisten, Autoren und Intellektuelle in Gewahrsam genommen. Auf der anderen Seite wurden keine Ermittlungen gegen die Täter der Massaker und ihre Unterstützer eingeleitet.

Wie geht der türkische Staat mit den Verwundeten und Überlebenden des Suruc-Attentats um?

Es sind 19 Monate vergangen und erst vor kurzem hat das Verfahren zu dem Anschlag begonnen. Bisher wurde nur der ehemalige Polizeichef von Su...

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