25.02.2017 / Inland / Seite 5

Halbseidene Zusagen für Opel

Geplante Übernahme durch französischen Autobauer PSA: Wirtschaftsministerin Zypries fordert Vertrag über Job- und Standorterhalt

Daniel Behruzi

Das erste Zugeständnis von Carlos Tavares ist eigentlich keines. Der Chef des französischen Autokonzerns PSA hat Politikern, Gewerkschaftern und Betriebsräten versichert, die Investitions- und Standortzusagen des bisherigen Opel-Eigentümers General Motors (GM) nach einer Übernahme einzuhalten. Das ist im Grunde selbstverständlich, da die vom Opel-Management unterzeichneten Verträge formell ohnehin weiter gelten. Allerdings nur bis 2018 bzw. 2020. Eine dauerhafte Sicherung der Arbeitsplätze ist damit also nicht gemeint. Stattdessen droht Tavares mit einem neuen »Sanierungsplan«, dem weitere Jobs zum Opfer fallen dürften.

Schon in wenigen Tagen könnte der Verkauf von Opel an PSA besiegelt werden – als Termin wird der Genfer Autosalon genannt. Die Fachmesse beginnt am 6. März. Zwar hatte PSA-Boss Tavares am Donnerstag in Paris betont: »Der Deal ist nicht abgeschlossen.« Doch von Seiten der Regierungen, Gewerkschaften und Betriebsräte ist offenbar kein Störfeu...

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