22.02.2017 / Thema / Seite 12

In den letzten Zügen

Der Schienenfahrzeugbau gehörte in der DDR zu den Vorzeigebranchen. Heute ist er nur noch ein Konzernanhängsel. Bombardier will in Ostdeutschland Hunderte Arbeiter entlassen

Jörg Roesler

Die Stimmung unter den Belegschaften in den Betrieben des kanadischen Bahntechnikkonzerns »Bombardier Transportation« in Görlitz, Bautzen, Hennigsdorf und anderen Werken in Deutschland ist seit Monaten angespannt. Kein Wunder, hat doch das Management im Vorjahr mehrmals angekündigt, dass es zwecks Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der internationalen Konkurrenz die Kosten senken und Entlassungen vornehmen wird. Auch in Ostdeutschland sollen Hunderte Stellen wegfallen. An allen Standorten brodelt es. Streikforderungen sind laut geworden. Die IG Metall versucht zu beruhigen. Die Politiker – vom sächsischen Ministerpräsidenten bis zum Bundeswirtschaftsminister – boten dem Konzern Verhandlungen an, signalisierten ihre Bereitschaft, finanzielle Zugeständnisse zu machen, um Entlassungswellen abzumildern. Der ostdeutsche Schienenfahrzeugbau befindet sich offensichtlich in existentiellen Schwierigkeiten. Warum?

Wer sich über Ostdeutschland nur anhand...

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