21.02.2017 / Titel / Seite 1

Genosse der »Gosse«

Martin Schulz will SPD aus dem Tief holen, ohne das Kapital anzugreifen. Agenda 2010 soll leicht »korrigiert« werden

Simon Zeise

Martin Schulz, designierter Kanzlerkandidat der SPD, nutzte den Montag vormittag, um die Lohnabhängigen einzuseifen. In Bielefeld veranstalteten die Sozialdemokraten eine »Arbeitnehmerkonferenz«.

Im Wahlkampfmodus fiel dem bekennenden »Agenda-2010«-Sympathisanten ein, dass soziale Reformen notwendig seien. Die Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I solle verlängert werden, sagte Schulz dem Boulevardblatt Bild. Es war der Genosse der Bosse, Gerhard Schröder, der 2003 Hartz IV auf den Weg gebracht hatte. Schulz ist der Genosse der Gosse, in welche die Partei durch die Agenda 2010 geraten ist. Diese sei »die richtige Antwort auf eine Phase der Stagnation« gewesen, hatte er Anfang Februar erklärt. Am Montag verkündete er mit pastoralem Singsang: »Fehler zu machen ist nicht ehrenrührig. Wichtig ist: Wenn Fehler erkannt werden, müssen sie korrigiert werden.« Die Verringerung von befristeten Arbeitsverhältnissen schreibt sich Schulz auf die Wunschliste. »Darum we...

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