21.02.2017 / Thema / Seite 12

Kommando im Kopf

Beschäftigte vor allem von IT-Unternehmen organisieren ihre Arbeitsabläufe in wachsendem Maße selbst. Damit wird aus dem äußeren Befehl ein innerer, der Leistungsdruck steigt

Marcus Schwarzbach

Technische Neuerungen verändern immer auch Arbeitsabläufe. Die Informationstechnologie (IT) ist dabei oft Vorreiterin für Entwicklungen in anderen Branchen. Die Propagierung von »Agilität« ist dafür ein bezeichnendes Beispiel. Richard Pascale, Vordenker der Unternehmensberatung McKinsey, hat diesen Ansatz entwickelt. »Agilität entstand als Reaktion auf langsame, bürokratische Organisationen«, lässt sich auf ­onpulson. de, einem Portal, das »Wissen für Unternehmer und Führungskräfte« bereithält, nachlesen. Agilität, das klingt nach Flexibilität und Geschwindigkeit. Es geht dabei immer um eine grundlegende Umgestaltung der Arbeitsabläufe. Agile Unternehmen beginnen, sich selbst »konsequent in allen Bereichen vom Kunden her zu denken«, sagt Stephan Fischer, Direktor am Institut für Personalforschung an der Hochschule Pforzheim.1

Der Druck der Kunden wird auf die Beschäftigten übertragen. Bei Agilität gilt die IT-Branche als Paradebeispiel. Aber Elemente d...

Artikel-Länge: 17949 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe