Schwarzer Kanal
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18.02.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schulden zwischen Euro-Staaten

Spekulationen über Euro-Austritt und den Bilanzposten im Target-System der EZB

Lucas Zeise

Mario Draghi hat vor einigen Wochen Bemerkenswertes von sich gegeben. In einer Antwort an zwei Abgeordnete der italienischen »Fünf-Sterne-Bewegung« bestand der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) darauf, dass ein Land, das den Euro aufgibt, die bis dahin aufgelaufenen Schulden bei der EZB begleichen müsse. Die Bemerkung Draghis ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Draghi hatte bisher alle Fragen danach, was geschieht, wenn ein Land aus der Euro-Zone austritt, mit der Bemerkung abgetan, die Währungsunion sei, wie es im Maastricht-Vertrag heißt, »irreversibel«, also unumkehrbar. Davon ist er jetzt abgewichen. Die Realität der Euro-Krise wird ein Stück mehr anerkannt.

Draghi will zweitens seinen italienischen Landsleuten, die die Euro-Zone gerne verlassen würden, einen Schrecken einjagen. Allein die Schulden der italienischen Zentralbank gegenüber der EZB (nach dem Zahlungsverkehrssystem der Zentralbanken untereinander Target-Salden genannt) bela...

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