18.02.2017 / Titel / Seite 7

Rüsten gegen Russen

NATO-Verteidigungsminister beschließen weitere Aufstockung in Osteuropa. Einfluss der Bundeswehr wächst

Jörg Kronauer

Die NATO baut ihre Positionen rings um Russland weiter aus. Das haben die Verteidigungsminister des Kriegsbündnisses am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche auf ihrem ersten Treffen nach dem Machtwechsel in Washington bekräftigt. Die Minister ließen sich zunächst über den Stand der Stationierung von vier Bataillonen in den baltischen Staaten und Polen Bericht erstatten; die Truppen, darunter nach Litauen entsandte Einheiten der Bundeswehr, sollen spätestens ab Juni einsatzbereit sein. Darüber hinaus beschlossen die Verteidigungsminister, die NATO-Präsenz am Schwarzen Meer weiter zu stärken. Dort sollen mehr Seemanöver durchgeführt und auf diese Weise der Druck auf Russland von Südwesten her erhöht werden. Die Nachrichtenagentur AFP zitierte einen NATO-Funktionär mit der Aussage, die verstärkte Präsenz im und am Schwarzen Meer diene nicht zuletzt dazu, russische Militärstellungen auszuspionieren, etwa die in der Region stationierten Boden-Luft-Raketen. ­N...

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