15.02.2017 / Feuilleton / Seite 11

Mit Kratzfuß

»Der Prinz von Homburg« ist Claus Peymanns letzte Schlacht am Berliner Ensemble, verstärkt von einem Anekdotenbuch

Christoph Woldt

Schon zweimal hat Claus Peymann mit Heinrich von Kleist den Regieolymp erklommen, in Stuttgart gelang es 1975 mit dem »Käthchen«, in Bochum 1982 mit der legendären »Hermannschlacht«, die 1987 ans Burgtheater übernommen wurde. Doch das ist lange her. Nun ist der »Prinz von Homburg« sein letztes Stück als Intendant des Berliner Ensembles.

Ein schwarzes, angekipptes Rondell füllt die Bühne. Eine flache Horizontlinie umsäumt die märkische Landschaft. Am hinteren Rand erhebt sich vom Bühnenkreis ein grüner Laserstrahl und greift kühn in die Höh’. Diesen strahlenden Steig erobert der Brandenburger Ikarus kurz vor der Schlacht, von Ruhm und Ehre träumend. Danach beginnt das Unheil Homburgs. Ungehorsam und ohne Order preschte der Prinz mit seinen Reitern kühn voran. Sie rangen rasch und wütend die Schweden nieder. Doch Staatenlenker Friedrich verachtet diesen Sieg, ist zornig übers eigenmächtige Handeln. Das muss bestraft werden.

Jedoch sind Kurfürst und Prinz nich...

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