15.02.2017 / Ausland / Seite 7

Kuckucksei für Mnuchin

US-Finanzministerium erklärt Venezuelas Vizepräsidenten zum »Drogenboss« – ­unmittelbar vor der Vereidigung des neuen Ressortchefs

André Scheer

Das US-Finanzministerium hat Venezuelas Vizepräsidenten Tareck El Aissami auf eine Liste angeblicher »Drogenbosse« gesetzt. Unmittelbar vor der Vereidigung des neuen Ressortchefs Steven T. Mnuchin teilte das Ministerium am Montag (Ortszeit) mit, El Aissami sowie der mit ihm verbundene Unternehmer Samark José López und dessen Firmen hätten den internationalen Rauschgiftschmuggel unterstützt und dazu ein mehrere amerikanische und europäische Länder umfassendes Netzwerk aufgebaut. Bürgern der USA ist es künftig generell verboten, Beziehungen mit den genannten Personen und ihren Unternehmen zu pflegen.

Mit der Verhängung von Sanktionen gegen den Stellvertreter von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro verschärft die US-Administration erneut den Kurs gegenüber dem südamerikanischen Land. Im vergangenen Jahr war bereits der venezolanische Innenminister Néstor Reverol auf die 1999 von William Clinton beschlossene Aufstellung mutmaßlicher »ausländischer Drogenbosse...

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