15.02.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Aufwachen in der Mühle

Ostdeutschland steckt voller Widersprüche. Ehemalige DDR-Bürger erklären, warum es ist, wie es ist

Susan Bonath

Die jW-Schwerpunktseiten widmen sich anlässlich des Jubiläums »70 Jahre junge Welt« in dieser Woche Themen, die besonders Ostdeutschland, die DDR und den Anschluss von 1990 betreffen.

Die AfD und Pegida konnten im Osten Deutschlands besonders gut Fuß fassen. Doch die neuen Länder waren auch Geburtsstätte der Anti-Hartz-IV-Massenproteste im Jahr 2004. Im Landesteil, dem 1990 der Kapitalismus übergestülpt wurde, wo sich die heutige Linkspartei etablieren konnte und viele Menschen bitter enttäuscht hat, der nach wie vor Spielwiese des Niedriglohngewerbes ist und wo rechte Gewalt eskaliert wie sonst nirgendwo in der Republik, scheinen die Widersprüche grenzenlos.

»Das ist auch ein Ergebnis der Vielzahl gebrochener Biographien«, meint Gerhard S. Der Endsechziger hat die Entwicklung im Umland von Leipzig miterlebt. Die tragende Säule des Lebens in der DDR seien soziale Bindungen gewesen. »Das war wichtiger als Geld«, so der gelernte Fernmeldetechniker, der...

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