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13.02.2017 / Inland / Seite 4

Freies Geleit für Holocaust-Leugner

Bekenntnisse zum Faschismus in Dresden: Polizei löste Naziaufmarsch dennoch nicht auf

Markus Bernhardt

Die sächsische Polizei ist ihrem zweifelhaften Ruf bezüglich eines toleranten Umgangs mit Neonazis am vergangenen Sonnabend in Dresden erneut gerecht geworden. So schritten die Beamten nicht ein, als der Holocaust-Leugner Gerhard Ittner auf einer von ihm angemeldeten Demonstration von mehreren hundert Rechten den »nationalen Sozialismus« als »Modell für die ganze Welt« anpries. Sich selbst bezeichnete er als »überzeugten Nationalsozialisten«. Ittners Rede werde später ausgewertet, hieß es seitens der Beamten. Dabei hätte die Polizei den Aufmarsch aufgrund der Ausfälle nicht nur auflösen können. Sie hätte Ittner bereits im Vorfeld der Demonstration nicht als Anmelder akzeptieren müssen, da dieser bereits 2015 wegen Volksverhetzung vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden war.

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