09.02.2017 / Ausland / Seite 7

Gute Geschäfte für Schleuser

Der propagierte Mauerbau zwischen den USA und Mexiko lässt Kriminelle von neuen Profiten durch Menschenhandel träumen

Volker Hermsdorf

Mit dem Vorwurf, gewerblichen Menschenhandel zu fördern, fährt die mexikanische Tageszeitung La Jornada schwerstes Geschütz gegen US-Präsident Donald Trump auf. Das linksliberale Blatt, eine der auflagenstärksten und einflussreichsten Zeitungen des Landes, berichtete am Dienstag (Ortszeit) auf der Titelseite darüber, dass kriminelle Schleuserbanden mit einer kräftigen Zunahme ihrer Gewinne rechnen, falls Trump an der gesamten Grenze zwischen Mexiko und den USA eine Mauer errichten lässt. Der Artikel beschreibt das rapide fortschreitende Zerwürfnis zwischen Washington und seinem einst treu ergebenen Vasallen im Süden.

»Wir reiben uns bereits die Hände«, zitiert La Jornada Alejandro Moreno, der nach Angaben der Zeitung seit 19 Jahren in dem »Gewerbe« tätig ist. So lange schmuggelt der professionelle Menschenhändler mit seiner Organisation bereits regelmäßig lateinamerikanische Emigranten für mehrere tausend US-Dollar pro Person in die USA. »Die Mauer wir...

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