Gegründet 1947 Dienstag, 23. Juli 2019, Nr. 168
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
09.02.2017 / Inland / Seite 2

»Es ist ein Führungs- und Leitungsversagen«

Nordrhein-westfälischer Landtag setzt Untersuchungsausschuss zum Fall des mutmaßlichen Attentäters Amri ein. Gespräch mit Frank Herrmann

Ralf Wurzbacher

Auf Antrag der CDU-, FDP-, und Piraten-Fraktion wird es in Nordrhein-Westfalen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum »Behördenversagen« im Fall des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri geben. Halten Sie den Begriff »Behördenversagen« eigentlich für treffend?

»Behördenversagen« trifft es meiner Meinung nach nicht auf den Punkt, denn die Behörden haben ja gearbeitet, wenn auch oft nicht in die gleiche Richtung. Verfolgt wurde offensichtlich eine »Strategie des Zuguckens«, und man meinte, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Es ist wohl eher ein Führungs- und Leitungsversagen.

Sie meinen also, die Sicherheitsorgane haben bei dem Tunesier womöglich gezielt wiederholt ein Auge zugedrückt?

Wichtig ist für uns die Frage, warum keinerlei Maßnahmen unternommen wurden, als den Behörden zu Jahresbeginn 2016 die ersten Mehrfachanmeldungen von Amri bekanntwurden. Hier hätte sich das ganze Vorhaben Amris ändern können, wenn ihm klar geworden wäre, dass es...

Artikel-Länge: 4200 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €