08.02.2017 / Ausland / Seite 7

Der letzte Marsch der FARC

Kolumbiens Guerilla beginnt mit ihrer Entwaffnung. Regierungsseite hält im Friedensprozess gemachte Zusagen nicht ein

Jan Schwab

Tausende Mitglieder der marxistischen Guerilla »Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksstreitkräfte« (FARC-EP) treten seit Ende des vergangenen Monats ihre letzten Märsche als militärische Einheiten in die sogenannten Normalisierungszonen an. Mehr als 6.000 Kämpfer sind seit letzter Woche mit verschiedenen Verkehrsmitteln auf dem Weg in die 23 vereinbarten Friedenszonen im ganzen Land.

Laut den mit der Regierung Santos getroffenen Regelungen sollen die Zonen nicht nur als Orte der Waffenabgabe, sondern auch als Eingliederungspunkte ins zivile Leben fungieren. So waren unter anderem auch Aus- und Weiterbildungsprogramme für Exguerilleros Teil der Vereinbarung. Entsprechend war die Präsenz staatlicher Beamter und von Hilfskräften sowie die Abwesenheit der offiziellen Streitkräfte in den Zonen vereinbart. Da die Kämpfer sich zumindest in einigen dieser Zonen ein halbes Jahr aufhalten, sollten diese darüber hinaus über eine ausgebaute Infrastruktur haben...

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