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08.02.2017 / Inland / Seite 4

Pogromstimmung in Dresden

Morddrohungen und Naziparolen dominieren im Vorfeld des Jahrestages der Bombardierung der Elbmetropole die öffentliche Debatte

Markus Bernhardt

Im Vorfeld des Jahrestages der Bombardierung Dresdens, die am 13. Februar vor 72 Jahren stattfand, intensivieren Neonazis und Rechtspopulisten ihre Propaganda. Sie versuchen, die damaligen Kriegsgeschehnisse in ihrem Sinne umzudeuten und verstärken die Hetze gegen ihre politischen Gegner. So machen die Rechten gegen den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mobil. Der Politiker hatte kürzlich mit Blick auf den 13. Februar geäußert, dass Dresden »keine unschuldige Stadt« gewesen sei. Dies hatte eine großangelegte Hasskampagne in den sogenannten sozialen Medien zur Folge. Seitdem steht Hilbert unter Polizeischutz. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Bedrohung und Beleidigung.

Neben Neonazis macht vor allem die AfD gegen den FDP-Politiker mobil. »OB Hilberts ›Dresden war keine unschuldige Stadt‹ bedeutet nichts anderes, als dass Hilbert Dresden für eine schuldige Stadt hält und nachträglich die Bombardierung rechtfertigt«, fabulierte Jürgen ...

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