Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
07.02.2017 / Inland / Seite 4

Länder begehren auf

Abschiebungen nach Afghanistan teils ausgesetzt. Zahl der am Hindukusch getöteten Zivilisten auf Höchststand. Bundesweit Proteste geplant

Markus Bernhardt

Es gibt keine Sicherheit in Afghanistan. So lautet nicht nur die Einschätzung von Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband oder Amnesty International, sondern auch die der UNO. Die Anzahl der in Afghanistan verletzten und getöteten Zivilisten hat 2016 einen neuen Höchststand erreicht. Am Montag teilte die UNO mit, dass allein im vergangenen Jahr dort 11.418 Zivilisten getötet oder verletzt worden seien. Etwa ein Drittel der Opfer, insgesamt 3.512, waren Kinder. Damit stieg deren Zahl um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Verletzten stieg um sechs Prozent auf 7.920 Menschen.

Anschläge, die der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) zugerechnet werden, hätten sich im Vergleich zu 2015 sogar verzehnfacht, hieß es seitens der UNO. War der Angriffskrieg gegen Afghanistan von den Alliierten, allen voran den USA und Deutschland, einst damit begründet worden, die Lebenssituation der Frauen verbess...

Artikel-Länge: 4084 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €